12. IBO-Länderseminar Sachsen-Thüringen: Ein Blick auf die Zukunft der Biologie

Feedback der Teilnehmer: ·      Kurzum, es war sehr vielfältig und nie langweilig. ·      Ich fühle mich durch das Mikroskopieren gut vorbereitet. ·     …

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Feedback der Teilnehmer:

·      Kurzum, es war sehr vielfältig und nie langweilig.

·      Ich fühle mich durch das Mikroskopieren gut vorbereitet.

·      Das Schlafen in der Schule war abenteuerlich – Camping im Winter!

·      Das Essen und die Snacks waren gut.

·      Toll, dass es dieses Angebot gibt.

Vom 23. bis 25. Januar 2026 fand das 12. IBO-Länderseminar Sachsen-Thüringen in Meißen am Franziskaneum statt, es dient als Vorbereitung für die dritte Auswahlrunde der Internationalen Biologie-Olympiade (IBO) und lädt die besten Schülerinnen und Schüler aus Sachsen und Thüringen ein, ihre Kenntnisse und Kompetenzen in der Biologie zu vertiefen.

Unsere Zusammenarbeit mit dem Landesgymnasium hat Tradition. So starteten wir am Freitag in St. Afra. Ein zentrales Element der Nachmittages, geleitet von Dr. Christian Feller und engagierten Afranern war ein Praktikum, das sich auf genetische Verfahren konzentrierte.

Ein Highlight des Seminars war die Vorstellung des Citizen-Science-Projekts „GewässerCampuseDNA“. Dieses innovative Projekt zielt darauf ab, die Biodiversität in Gewässern durch die Analyse von Umwelt-DNA zu erfassen. Die Teilnehmer erfuhren, im Videocall mit Sophie Perret (Universität Cambridge), wie sie aktiv zur wissenschaftlichen Forschung beitragen können und welche Bedeutung solche internationalen Projekte für den Naturschutz haben.

Ein weiterer spannender Programmpunkt war ein literarisch geprägter Vortrag über Tumorbiologie, der in Verbindung mit den Romanfiguren von Joanne K. Rowling, insbesondere Lord Voldemort, stand. Jan Bandemer (DPFA Augustusburg) verdeutlichte, wie Literatur und Wissenschaft miteinander verknüpft werden und welche Parallelen zwischen fiktiven Charakteren und realen biologischen Forschungsergebnissen und Konzepten bestehen können.

Der Samstag war von einer Vielzahl von Seminaren und Praktika geprägt. Dr. Wolfgang Beier (Franziskaneum): „Es dauert schon einige Zeit, um mit einem dichotomen Bestimmungsschlüssel zum richtigen Ergebnis zu kommen“- faszinierte bei seiner Einführung in die Welt der Insektenartenbestimmung die Schüler. Weiterhin untersuchten die Teilnehmer selbst angefertigte mikroskopische Pflanzenpräparate. Begeistert stellten sie fest, welche interessanten Färbungen mit Astralblau und Fuchsin die Bestandteile von Sprossachsenquerschnitten zeigen. Vielfältige botanische Fragestellungen konnten mit Christoph Doktor (IBO Förderverein) diskutiert werden. Diese praktischen Erfahrungen fördern und unterstützen die Kandidaten, um sie gut für die dritte Auswahlrunde in Kiel vorzubereiten.

Abgerundet wurde der wissenschaftliche Input durch Elvira Ternes (IBO Förderverein) Vortrag zu neuen Erkenntnissen in der Neurobiologie.

Am Sonntag erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die wichtigsten biologisch statistischen Erkenntnisse und trainierten den Chi2 – Test.                                                            Dr. Juliane Karich (Franziskaneum) erkundete in ihrem Seminar theoretisch und mit kleinen- praktischen Übungen die Epigenetik. Ihre Betrachtungen zum Willi – Prader- Syndrom und Angelmann – Syndrom verdeutlichten, wie Umwelt- und Lebensstilfaktoren oder Zufälle unsere Gene beeinflussen können, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern.  

Ein großes Dankeschön an alle Referenten und Mitstreiter, ihr Fachwissen und ihre Leidenschaft für die Biologie trugen maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung bei.

Die Rückmeldungen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sind durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurden die Käferbestimmung und die vielfältigen praktischen Erfahrungen, die sie sammelten. Die Anwendungen in der Epigenetik und die spannenden Diskussionen über Tumorursachen fanden großen Anklang.

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