¡Hola Barcelona! – Ein Reisebericht [FranzJournal]

Hinweis vorweg: Dies ist ein gemeinsamer Erfahrungsbericht aus verschiedenen Schülergruppen. Er zeigt nur einen kleinen, sehr persönlichen Einblick in unseren Tagesverlauf –…

Hinweis vorweg: Dies ist ein gemeinsamer Erfahrungsbericht aus verschiedenen Schülergruppen. Er zeigt nur einen kleinen, sehr persönlichen Einblick in unseren Tagesverlauf – Momentaufnahmen statt vollständiger Chronik. Unsere treue Begleiterin war dabei fast immer die Metro: schnell, sicher und zuverlässig brachte sie uns quer durch die Stadt, oft schneller als jedes andere Verkehrsmittel. Und noch etwas half enorm: Unsere über die Jahre erworbenen Spanischkenntnisse. Ein freundliches “hola”, ein gezieltes “¿dónde está…?” oder ein schnelles “gracias” öffneten Türen, klärten Missverständnisse und machten vieles einfach leichter.

Unser Abenteuer begann am 25. Januar 2026 in Prag. Der Hinflug hatte anderthalb Stunden Verspätung, doch wir nutzten die Zeit zum Erkunden des Flughafens. Nach rund zweieinhalb Stunden in der Luft begrüßte uns Barcelona mit Sonne – ¡hola, sol! – und wir fuhren direkt mit der Metro zum Hostel. Die Zimmer waren zwar eng, aber ¡no pasa nada! Den ersten Abend verbrachten wir mit Tapas, kleinen Einkäufen und einem ersten Spaziergang.

Der Montag startete sportlich mit einer dreistündigen Fahrradtour. Wir rollten über die Plaça de Catalunya, unter dem Arc de Triomf hindurch bis an den Strand, wo die Sonne sofort Urlaubsgefühle weckte. Danach stöberten wir auf dem Mercat dels Encants zwischen alten Kameras, Büchern und allerlei Kuriositäten. Später froren uns auf der Bootstour im Hafen die Zehen ein, doch die neue Perspektive auf die Skyline war es wert. Anschließend wärmten wir uns in der Macchina Pasta Bar auf und schlenderten durch schmale, hell erleuchtete Gassen – eine primera noche, die sich schon wie Ferien anfühlte.

Am Dienstag ging es mit dem Bus vom Hostel an den Strand zur CRAM-Stiftung. Nach kurzer Wartezeit begann das Nachhaltigkeitsseminar: Müll am Strand kategorisieren statt Muscheln sammeln – überraschend lehrreich. Besonders bewegend waren die “Patienten”: verletzte Meeresschildkröten, die gepflegt und später wieder ausgewildert werden. Zurück in der Stadt blieb Zeit für eigene Erkundungen, etwa das MOCO-Museum. Am Abend trafen wir uns zum gemeinsamen Tapas-Essen in Hostelnähe – claramente delicioso.

Mittwoch, der 28.01.2026, stand im Zeichen der Sagrada Família. Während der Führung staunten wir über Gaudís Detailversessenheit: Der höchste Turm steht für Jesús, die übrigen tragen eigene Bedeutungen. Am Nachmittag teilten wir uns in kleine Gruppen. Unsere Gruppe nahm den Tibidabo ins Visier, wurde jedoch von heftigem Regen überrascht, kehrte um und stärkte sich erst einmal, bevor es ins Gotische Viertel ging. Später spielten wir im Hostel Billard. Der Plan, das Barça-Spiel in einer Sportsbar zu schauen, scheiterte an “reservado”, also verlegten wir unseren Fanclub kurzerhand an den Billardtisch.

Der Donnerstag war frei und fühlte sich genauso an. Am Vormittag spazierten wir zum Park Güell und genossen die Aussicht über Barcelona, auch ohne den Park selbst zu betreten. Zum Mittag gab es im “356 Bocadillo” günstige, leckere bocadillos – rápido und perfecto. Danach ging es auf den Montjuïc, wahlweise mit der Seilbahn vom Hafen oder fix mit dem Bus. Abends warteten Paella und als krönender Abschluss der beleuchtete Font Màgica – muy romántico.

Am 30. Januar stand der Rückflug an, zum Glück erst am Abend. So blieb Zeit für einen letzten Abstecher in die Stadt oder an den Strand; das Gepäck durften wir bis dahin im Hostel lassen. Am Flughafen geriet der Self-Check-in zur kleinen Odyssee, doch am Ende klappte alles. Wir starteten fast pünktlich und landeten sogar früher in Prag – direkt in den Kälteschock. Rückblickend war es eine bunte, lehrreiche und sehr lustige aventura. Mit Metro-Power, mit mucho español und viel Neugier wurde Barcelona zu einer Stadt voller Sonne, Kultur und “¿te acuerdas?”-Momente.

Text: Philipp Garcia

Bilder: Philipp Garcia

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