Begabtencamp 2026 [FranzJournal]

Drei Schultage lang Workshops besuchen, die den eigenen Interessen entsprechen; neue Themen entdecken, die im klassischen Unterricht keinen Platz finden. Was wie…

Drei Schultage lang Workshops besuchen, die den eigenen Interessen entsprechen; neue Themen entdecken, die im klassischen Unterricht keinen Platz finden. Was wie ein Traum klingt, wurde für 19 Schülerinnen und Schüler unserer Schule beim diesjährigen Begabtencamp Wirklichkeit.
Vom 18. bis 20. März 2026 fand das Camp in Dresden statt. Gemeinsam mit Lernenden des Humboldt-Gymnasiums Radeberg und des Gymnasiums Dresden-Plauen kamen insgesamt rund 60 Jugendliche zusammen. Alle Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich ihr individuelles Programm zusammenzustellen und für jeden der drei Tage einen Workshop nach persönlichem Interesse zu wählen. Dabei war die Auswahl der angebotenen Workshops sehr groß.
Im Bereich der Naturwissenschaften konnten wir selbst aktiv werden und eine OLED oder einen Superkondensator bauen sowie Verfahren zur Wasserstoffherstellung kennenlernen. Am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) erhielten wir spannende Einblicke in die Strahlenphysik, verdichteten einen eigenen Strahlungsdetektor und führten damit Messungen durch. Jüngere Teilnehmer beschäftigten sich mit Ornithologie und beobachteten und bestimmten Vögel. An der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTWD) konnten Interessierte aus Papier stabile Brücken bauen.
Es gab auch einige kreative Angebote: In den Workshops Kunst und Tanz konnten Ideen umgesetzt werden, während im Trickfilm-Workshop sogar eigene kleine Filme entstanden. Wer sich für Sprachen interessierte, hatte die Gelegenheit, erste Einblicke ins Italienische zu gewinnen.
Für einen geistigen Ausgleich sorgte das Angebot Yoga, das Raum für Entspannung und neue Energie bot.
Darüber hinaus spielten auch gesellschaftliche Themen eine wichtige Rolle: In einem Workshop zur Geschichte des Nationalsozialismus setzten wir uns mit der Enteignung und dem Mord von Millionen von Juden auseinander. Ein Besuch im Hygienemuseum zur Ausstellung „Freiheit“ regte zur Auseinandersetzung mit Demokratie und gesellschaftlichen Werten an. Besonders eindrucksvoll war auch ein Planspiel zur Europäischen Union, bei dem wir in die Rollen von Politikerinnen und Politikern schlüpften und politische Entscheidungsprozesse hautnah erleben konnten.
Untergebracht waren alle Teilnehmer im Jugendgästehaus Maternistraße in Dresden. Von dort aus ging es täglich zu den verschiedenen Firmen und Institutionen, an denen die Workshops stattfanden.
Auch die Abende boten Gelegenheit zum Austausch und zur Gemeinschaft. Wir spielten alle gemeinsam „Werwolf“ und hatten viel Spaß.
Das Begabtencamp bot somit eine besondere Gelegenheit, eigene Interessen zu vertiefen, Neues auszuprobieren und über den Schulalltag hinauszublicken.
Ein besonderer Dank gilt Frau Demelt für die hervorragende Organisation des Camps und die Möglichkeit, an vielfältigen Workshops teilzunehmen. Ebenso bedanken wir uns bei allen Lehrerinnen und Lehrern, die Workshops angeboten oder uns begleitet haben.

Text: Iven Herzog

Bilder: Iven Herzog

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