Eine Kugel ist die Menge aller Punkte des Raumes, die von einem gegebenen Punkt M denselben Abstand r haben. Dabei ist M der Mittelpunkt der Kugel.
So oder ähnlich kennt man die Definition einer Kugel aus der Schulzeit. Eine Kugel ist im dreidimensionalen Raum das, was im zweidimensionalen Raum ein Kreis ist.

Ihr begegnet man, natürlich nicht in ihrer Reinform, überall und jederzeit. Man könnte bei Vollmond mit einem Basketball in der einen Hand und einem runden Apfel in der anderen Hand auf unserer Erde spazieren gehen und wäre von vielen Kugeln umgeben.
Der ehemalige Schüler des Franziskaneums, Herr Dipl.-Ing. Architekt Georg Krause (ehemaliger Leiter Hochbauamt Meißen), der seiner Schule auch heute noch sehr verbunden ist, erstellte die Entwürfe der Lampen in der Aula unserer Schule.
Seit 2007 sind sie Schmuck und Zierde des renovierten Saales.
Unter diesen kugelförmigen Lampen mit ihren wohldurchdachten Bänderungen haben nunmehr die Schüler zur Begrüßung am ersten Schultag in Klasse 5 gesessen. Unter ihrem Lichte fanden Schulkonzerte und andere Veranstaltungen statt, letztlich schrieben viele in ihrem Scheine die Abiturprüfung.
Nun liegt diese Form der Lampe als Schmuckanhänger aus Porzellan vor, der in aufwendiger Handarbeit bemalt wird.

Er sollte eine schöne Erinnerung an die acht Jahre auf dem Ratsweinberg darstellen.

Sollten Sie Interesse an diesem Schmuckstück haben, so werden einige Exemplare am Tag der offenen Tür zum Kauf angeboten. Die Schule nimmt darüberhinaus gern verbindliche Bestellungen entgegen.

M. Beyrich

Zum Schmuckanhänger

Der Bau des Franziskaneums in Meißen stellt schon einen Höhepunkt in der Formensprache des Jugend-Stils in Meißen dar. Die malerische Gesamtanlage mit der Höhenstaffelung, Verbinderbau, Turnhalle und mit Turmbekrönung das Hauptgebäude ist städtebaulich eine hervorragende Erwiderung zu den einmaligen Bauwerken auf dem Meißner Burgberg. Im Inneren stellt die Aula den architektonischen Glanzpunkt dar. Ein festlich gestaltetes Treppenhaus führt hinauf und der mit einer Empore versehene Festsaal öffnet sich. Leider sind bis auf die umlaufende Holzvertäfelung keine originalen Ausstattungsstücke erhalten. Der obere Raumabschluss mit einem Rabitzgewölbe war verloren gegangen und konnte rekonstruiert werden. Ursprünglich hatte das Gewölbe auch eine mit Schmuckbändern feinsinnig gegliederte Dreiteilung. Sie wurde nicht ergänzt. Allerdings sollten markante Leuchten dem Raumvolumen entsprechend dem Raum eine unverwechselbare Wirkung geben. Raumbestimmend ist die einem Korbbogen folgende Gewölbebildung. Ähnlich  wie bei einer Ellipse sind Groß- und Kleinkreisabschnitte Bestandteile der Gewölbekrümmung. Das Wirken der bis ins Ende nicht fassbaren Zahl Pi ist allgegenwärtig. Die vollkommene Entsprechung stellt die Kugel dar.  Sie hat ein Zentrum, das durch eine Hülle, zweiachsig gekrümmt, umgeben wird. Zentrierung als Zeichen eines bewussten Lebens. Umkreisend findet die Bewegung statt. Es gibt einen Horizont und auf jeder Hemisphäre den Äquator an sieben Stellen  überschreitende Bänderungen. Die Siebenzahl reflektiert die Schöpfungstage des Universums. Sie stellen einen nicht endenden Umlauf dar, sind Sinnbild ständiger Veränderung, eines immer gegenwärtigen Auf-und-ab. So kann die Verkleinerung in zerbrechlicher Schmuckform ein gutes Erinnern an einen hochgeschätzten Ort der Bildung und Prägung sein.

G. Krause